msg networks

News

Zukunft DSL 100 Mbit/s und mehr?

Bereits 2008 konnte Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikations­technik ESK in Zusammen­arbeit mit der Infineon Techno­logies AG ein altes Prinzip für mehr DSL Bandbreite neu entdecken: mit Hilfe des Konzepts der Phantom-Kreise. Auf den verwendeten beiden physischen Kupfer-Doppel­adern (Side Channels), die einen Phantom-Kreis bilden, wird ein drittes virtuelles Paare zur Signal­übertragung gebildet. Damals konnten bereits mit Hilfe heute eingesetzter DSL-Technologien Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s übertragen werden. ("So wurden z. B. über einen Phantom Kreis mit einer Länge von 1000 m ADSL2+-Signale mit einer Datenrate von 15 Mbit/s übertragen. Gleichzeitig wurden auf den Side Channels jeweils Datenraten von 20 Mbit/s erzielt. Analog konnten über eine Länge von 300 m VDSL2-Signale mit einer Datenrate von 56 Mbit/s übertragen werden, wobei auf den Side Channels jeweils Datenraten von 100 Mbit/s erreicht wurden.")

Tele­kommunikations­ausrüster wie Alcatel-Lucent oder Nokia Siemens Networks konnten zwischenzeitlich Raten im Phantom-Modus, in Verbindung mit VDSL2-Vectoring und -Bonding, über bestehende Kupfer­infrastruktur über zwei Paare von 300 MBit/s auf einer Strecke von 400 Metern, oder von 900 MBit/s und mehr, wenn vier oder mehr Paare zur Verfügung stehen, erzielen.

Für Niek Jan van Damme, Vorstands­mitglied Deutschland und Sprecher der Geschäfts­­führung Telekom Deutschland GmbH hat das gute alte Kupferkabel längst nicht ausgedient (22.12.2011). Der Konzern teste Technologien, mit denen sich auch darüber Über­tragungs­geschwindig­keiten von bis zu 100 Mbit/s erreichen lassen.

 

Quellen, zugegriffen am 30.08.2012:
http://www.esk.fraunhofer.de/content/dam/esk/de/documents/PDB_Phantomkreise_dt.pdf
http://www.golem.de/1010/78973.html
http://www.golem.de/1011/79254.html
http://www.telekom.com/medien/managementzursache/97082



Zurück zu: News

Kontakt

Bernhard Allwang,
Geschäftsführer